| Referent: | Dr.-Ing Stefan Müller , Bosch Engineering GmbH |
| Vortragsreihe: | Test&Qualität |
| Zeit: | 08. Dezember 6: 15:35-16:15 |
| Co-Referenten: | Frau Dr. Petra Langjahr |
Im Geschäftsbereich Powertrain Systems der Bosch Engineering GmbH (BEG) werden die Testumgebungen für SW-Funktionen in Motorsteuergeräten gezielt nach Effizienz- und Qualitätsaspekten sowie nach Verfügbarkeit ausgewählt. Protoypen-Fahrzeuge sind teuer und oft nicht rechtzeitig verfügbar. Neben closed-loop Testsystemen zur Fahrzeugsimulation, wie Hardware-in-the-loop-Systemen (HIL) kommen daher häufig auch low-cost Lösungen zum Einsatz. In dieser Präsentation wird ein kosten- und situationsoptimierter Testansatz am Beispiel des microLabCars vorgestellt. Mit einfachen Microcontrollern ausgerüstete Systeme, die einige wenige analoge und digitale Eingänge und Ausgänge steuern und zusätzlich einige CAN-Grundfunktionalitäten zur Verfügung stellen, decken einen großen Bereich der täglichen Testarbeit ab. Die Autoren diskutieren in dieser Präsentation wann, wie und bei welchen Randbedingungen kostengünstige und einfache Testsysteme ökonomisch und ausreichend sind.
Die Zielgruppe dieses Vortrags sind Entwickler, die sich mit Softwaretests beschäftigen und dabei dem Spannungsdreieck von Qualität, Kosten und Effizienz ausgesetzt sind, sowie Kunden, die die effiziente Teststrategie der Bosch Engineering kennen lernen wollen. HIL-Systeme verursachen hohe Kosten für die Hardware, die Definition der Modelle und Support beim Betrieb. Für viele Anwendungen sind diese Systeme überdimensioniert. Ziel der neuen Teststrategie bei Bosch Engineering ist es, den Entwicklern low-cost Testsysteme in einer größeren Anzahl bereitzustellen. Diese bieten einen breiten Einsatzbereich für die gängigsten Anwendungsfälle. Ein weiteres Ziel soll sein, Build-Prozesse und Tests in vielen Projekten als Regressionstests ständig zu wiederholen. Kosten für Prototypen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen werden weiter ansteigen, so dass Testen über das Internet die nächste Herausforderung im Rennen um Effizienz darstellt. Dafür ist die BEG mit dem microLabCar gut aufgestellt.
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Dr.-Ing. Stefan Müller studierte Elektrotechnik in Bochum und promovierte anschließend im Maschinenbau. Im Jahre 2000 startete Herr Müller bei der Bosch Engineering GmbH. Aktuell leitet er die Softwareentwicklung zu verschiedensten Motorgeräten: Diesel, Benzin, Gas, Elektro in einer internationalen Gruppe. Große komplexe Steuergeräteprojekte waren schon immer ein Thema in der beruflichen Laufbahn. Herr Müller ist darüberhinaus aktives Mitglied im VDE und SAE. |