| Referent: | Dipl.-Phys. Stefan Kriso , Robert Bosch GmbH |
| Vortragsreihe: | Sichere Software |
| Zeit: | 07. Dezember 8: 17:30-18:15 |
Mitte 2011 wird die ISO 26262 veröffentlicht und trägt damit zum Stand der Technik bei der Entwicklung sicherheitsrelevanter Systeme im Kfz bei. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, rückt das öffentliche Interesse an der Fahrzeugsicherheit immer mehr in den Vordergrund, gleichzeitig wächst aber auch die Komplexität automobiler Systeme. Das Thema „Safety“ gewinnt immer mehr an Bedeutung, insbesondere ergeben sich z.B. im Zusammenspiel von Safety und Security, bei der Anwendung von Open Source Prinzipien oder bei der Entwicklung von E-Fahrzeugen ganz neue Fragestellungen bzgl. der Fahrzeugsicherheit. Dieses rasche Weiterentwickeln des Stands der Technik hat zur Folge, dass die gerade erst veröffentlichte ISO 26262 zwangsläufig diesem neuen Stand der Technik hinterherhinken wird, es zeichnen sich heute schon Fragestellungen ab, die die ISO 26262 (noch) nicht adressiert.
Es ist zu beobachten, dass die Automobilbranche damit begonnen hat, die ISO 26262 flächendeckend einzuführen. Viele Themen, die in der Norm einfach zu lesen sind, stellen sich in der Praxis teilweise als schwierig umsetzbar heraus – eine Interpretation der Normanforderung ist hier nicht nur möglich und sinnvoll, sondern geradezu notwendig, um zu einer sinnvollen Normumsetzung zu kommen. Der Vortrag geht darauf ein, welche Themen in der ISO 26262 bislang nicht oder nicht ausreichend adressiert wurden, macht Vorschläge, wie damit umgegangen werden kann und wo die ISO 26262 entsprechend interpretiert werden muss, um sie sinnvoll anwenden zu können.
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- Mitarbeit bei der Erstellung und Bewertung von Sicherheitskonzepten für X-by-Wire-Systeme - Koordination der Einführung der ISO 26262 bei Bosch - Mitarbeit bei der Ermittlung der Bosch-Interessen bzgl. ISO 26262 und deren Vertretung in den entsprechenden Normungsgremien - Ab 07/2011 Leitung des neu gegründeten "Center of Competence Functional Safety" im Bosch-Konzern |