Call for Papers

Worst-Case-Execution-Time ohne Instrumentierung messen ( Vortrag mit Demo )

Referent: Doktor Nicholas Merriam , Rapita Systems Ltd
Vortragsreihe: Echtzeit & RTOS
Zeit: 09. Dezember 16:00
Co-Referenten: Markus Barenhoff, Embedded Tools GmbH

Zielgruppe

Entwicklung, Fortgeschrittene

Themenbereiche

Test & Qualitätssicherung, Echtzeit/RTOS

Kurzfassung

Ein pragmatischer Ansatz zur Berechnung der Worst-Case-Execution-Time (WCET) umfasst einen kombinierten Ansatz aus Laufzeitmessung kleiner Programmteile und der statischen Analyse der Softwarestruktur. Moderne Hardware-Trace-Verfahren wie ETM oder NEXUS könnten dieses Verfahren deutlich vereinfachen, da hiermit eine Instrumentierung der Software nicht mehr notwendig ist. Da die Messungen auf Objekt-Ebene gemacht werden, ist es nicht trivial aus dem Trace auf die Struktur der Software im Großen zu schließen. Das bedeutet, dass die Herleitung der WCET aus dem Trace und über den Source Code kompliziert und sehr arbeitsintensiv ist. Dieser Vortrag beschreibt ein Verfahren mit dem die Herleitung der WCET auf Quelltextebene möglich ist, wenn ein mit Zeitstempeln versehener Trace vorhanden ist.

Nutzen und Besonderheiten

In diesem Vortrag werden die Konzepte hinter der „Zero-Overhead-Instrumentation“ erklärt. Anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie Quelltext mit einzelnen Assembler-Marken in Verbindung gebracht werden kann und in einer praktischen Vorführung wird gezeigt wie sich eine WCET aus Trace-Daten, die mit einem Debugger von iSystems oder Lauterbach aufgezeichnet wurden, herleiten lässt. Vor dem Hintergrund, dass keine zusätzlichen Instruktionen in das Programm eingefügt werden, ergeben sich zwei Vorteile aus diesem Verfahren. Zunächst ändert sich die Programmgröße nicht. Daher lassen sich auch kleine Systeme, die nicht über genügend Speicher mehr verfügen, ohne Probleme analysiert werden. Des weiteren, verändert sich die Laufzeit des Programmes nicht.

Über den Referenten

Dr. Nicholas Merriam ist Entwicklungs- und Serviceleiter bei Rapita Systems Ltd, einem auf die Entwicklung von Werkzeugen zur Software Laufzeitmessung und Analyse spezialisiertem Unternehmen. Seit 12 Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Software Werkzeugen für embedded Echtzeit-Anwendungen. Er promovierte in Informatik am Imperial College der University of London.