Call for Papers

Frühe Validierung nicht-funktionaler Eigenschaften ( Vortrag )

Referent: Alexander Stante , Fraunhofer ESK
Vortragsreihe: Software Engineering Management
Zeit: 08. Dezember 4: 12:35-13:15
Co-Referenten: Benjamin Kamphausen

Zielgruppe

Forschung&Lehre, keine speziellen Vorkenntnisse

Themenbereiche

Analyse & Design, Aus Forschung & Lehre

Kurzfassung

Eine frühe Validierung von nicht-funktionalen Anforderungen ermöglicht Kosteneinsparungen bei der Entwicklung von eingebetteten Systemen, da Fehler, z.B. hinsichtlich des Zeitverhaltens, früh abgesichert werden können. Dazu wird ein eigens entwickeltes Simulationsframework genutzt, welches dem Entwickler über einen modellgetriebenen Ansatz bereits zur frühen Entwurfsphase Möglichkeiten zur Analyse gibt. Hierbei werden die vorhandenen Möglichkeiten des Eclipse Modeling Frameworks herangezogen, um eine offene Werkzeugkette zur Simulation zu erzeugen. Mit dieser können eingebettete Systeme in einer frühen Entwicklungsphase mit dem Fokus auf ihr Zeitverhalten analysiert werden. Das modellierte System wird durch die Ergebnisse der Analyse verbessert, indem die Analyseinformationen hinsichtlich des Zeitverhaltens durch komplexe Modelltransformationen in das Ursprungsmodell zurückgeführt werden. Somit erlaubt die modellgestützte Simulation, Fehler in frühen Entwicklungsphasen zu vermeiden.

Nutzen und Besonderheiten

Der modellgetriebene Ansatz zur Validierung nicht-funktionaler Anforderungen, insbesondere des Zeitverhaltens, erlaubt eine frühe Überprüfung eingebetteter Softwaresysteme. Fehlerquellen können somit schon in frühen Entwicklungsphasen entdeckt werden. Dies hilft, Entwicklungskosten sowie den Aufwand zur Fehlerbehebung zu verringern. Die vorgestellte Werkzeugkette basiert auf einer Erweiterung der Entwicklungsumgebung Eclipse, wodurch ein flexibler Aufbau garantiert wird. Dies macht z.B. die Integration weiterer Analysemethoden möglich. Die bei der Umsetzung gewonnenen Erkenntnisse im Bereich der Modelltransformationen bieten zudem hilfreiche Best Practices im Umgang mit dem Eclipse Modeling Framework.

Über den Referenten

Alexander Stante ist seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fraunhofer ESK und dort im Geschäftsfeld Automotive beschäftigt. Seine Themenschwerpunkte sind modellgetriebene Softwareentwicklung, Simulation von Echtzeitsystemen und Virtualisierung. Derzeit arbeitet er im Rahmen von CHESS an der Modellierung nicht-funktionaler Eigenschaften. Alexander Stante studierte Informatik an der Universität Augsburg.