| Referent: | Ing. Systemtechnik FH Marco Schmid , Schmid Engineering AG |
| Vortragsreihe: | Kompaktseminar Montag |
| Zeit: | 05. Dezember 09:00-12:30 |
Warum macht die grafische Programmierung von Mikroprozessoren Sinn? Allen voran sind es vor allem 3 Argumente: Komplexität beherrschen, Kosten senken und Zeit gewinnen. Der erfolgreiche Entwickler geht vom 1. Tag an produktiv auf Embedded HW/SW und die wichtigen Aufgaben heran. Im Vordergrund steht das Ziel/Ergebnis, die Details überlässt er Tools (z.B. C-Code-Generator). Mit LabVIEW programmiert er funktionell und agil MCUs und DSPs in einer domänenspezifischen Sprache (DSL) der 4.Generation (4GL). Interessant ist dabei, dass zum Thema SW-Engineering, Programmierstandards und Code-Zuverlässigkeit auch bei hoher Abstraktion ähnliche Regeln und Gesetze wie beim traditionellen Vorgehen gelten, worauf im Vortrag eingegangen wird. Denn es gilt, sofort verfügbare und deterministische Embedded Echtzeit-Systeme für den industriellen Dauerbetrieb zu realisieren. Ein Erfahrungsbericht, wofür sich grafische Embedded Programmierung sehr gut eignet und wo die Grenzen liegen, rundet das Thema ab.
Grundsätzlich kann den heutigen technischen Anforderungen an das Embedded System mit Hinblick auf Funktionalität und Qualität mit beiden Programmier-Paradigmen (textbasiert, grafisch) begegnet werden. Warum also der grafische Ansatz? Erstens die Zeit: verglichen mit traditioneller Programmierung realisiert der Entwickler seine Anwendungen jetzt in einem Bruchteil (in der Regel 25%) der Zeit. Zweitens die Komplexität: Anwendungen, welche nicht nur über steigende Funktionalität, sondern auch über typische Qualitätsmerkmale wie schnelles Booten, Deterministik, industriellen Dauerbetrieb, Stromsparmodi, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit in der Herstellung verfügen, sind nun nicht mehr den Embedded-Spezialisten vorbehalten, sondern auch dem Systemingenieur, Prozessspezialisten, Mechatroniker und Wissenschaftler zugänglich und müssen nicht mehr zwingend ausgelagert werden (Know-how und IP bleibt im Haus).
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Marco Schmid (Dipl. Ing. FH) ist CEO eines weltweit tätigen Lösungsanbieters. Sein Schwerpunkt liegt seit der Gründung der Firma (1996) bei HW/SW-Entwicklung industrieller Embedded Systeme. Sein Hauptinteresse gilt SW-Engineering, DSL's / 4GL's, grafischer Abstraktion und der Brücke zur "Low-Level-Welt" mittels C-Code-Generatoren. Seit 2006 treibt er mit Fachartikeln, Fachvorträgen, Tages-Hands-On-Workshops das Thema "Grafische Anwendungsprogrammierung auf Microcontollern und DSP's" voran. |