Editorial

Warum Künstliche Intelligenz und Embedded-Etwickler gute Freunde werden könnten

 

Johann Wiesböck

Bereits 1988 durfte ich als junger Redakteur an einem Sonderheft zur Künstlichen Intelligenz mitarbeiten. Wir hatten damals über 100 Seiten an Fachartikeln gesammelt. Darunter war auch ein Beitrag von Teuvo Kohonen – einem der Pioniere für Künstliche Neuronale Netze. Unsere Leser waren tief beeindruckt, was alles kommen sollte – und ich auch, weil ich die Hälfte nicht verstanden habe.

Dreißig Jahre später ist es nun tatsächlich soweit. Machine Learning und KI werden Realität. Sie erobern den Entwicklungsalltag der Ingenieure und drängeln sich auch in den ESE Kongress.

Nachdem im vergangenen Jahr die Keynote zu Machine Learning viel Interesse weckte, analysieren wir diese Zukunftstechnologien heuer auf breiter Front. Um Machine Learning und KI erfolgreich in die Unternehmen und vor allem in künftige Produkte tragen zu können, muss man diese Technologien auch tiefergehend verstehen. Wer wäre hierfür besser geeignet als Sie? Embedded-Entwickler sind zwar nicht intelligenter als klassische Informatiker, verfügen aber über mehr Bezug zur physikalischen Realität von Maschinen.

Und im Vergleich zu Maschinenbauern haben sie mehr Nähe zu Software, Algorithmen und adaptiven Funktionen. Damit ist für mich klar, wer in Ihrem Unternehmen die Initialzündung für Künstliche Intelligenz geben muss. Sie!

Aber halt - bevor Sie losrennen: Bitte sehen Sie sich auch die anderen 115 Vorträge und Seminare im Kongressprogramm an. Da ist einiges an Handwerkszeug dabei, das auf dem Weg in die Zukunft nützlich sein könnte. Und auch das kommunikative Rahmenprogramm sollten Sie nicht übersehen.

Wir freuen uns auf Sie,

Johann Wiesböck,
Chefredakteur ELEKTRONIKPRAXIS

 

PS: Das Programm des 11. Embedded Software Engineering Kongress strotzt nur so vor interessanten Themen.
Lesen Sie rein!