Call for Papers

Embedded und deeply embedded Systeme agil entwickeln ( Vortrag )

User Stories durch Ergebnisvorgaben ersetzen

Referent: Günter Watzlawik, Agidev Consulting
Vortragsreihe: Software Engineering Management I
Zeit: 04.12.18 09:45-10:25

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Implementierung, Software Engineering Management

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Bei der klassischen Anwendung von agilen Methoden werden die inhaltlichen Vorgaben der Ziele üblicherweise als User Stories formuliert. Im embedded und deeply embedded Bereich stellt die durchgängige Formulierung der Ziele mit präzise definierten und messbaren Ergebnissen, die hierarchisch mit zunehmendem Detailierungsgrad von der Ebene Gesamtprojekt über die Ergebnisse für Stages bis zu Ergebnissen für Sprints definiert werden, eine bessere Alternative dar. Die Visualisierung und dynamische Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf einem Stage Result Board SRB, das neben einer Spalte für die Projektergebnisse mit jeweils einer weiteren Spalte pro Stage (z.B. 3 Monate lang) das Gesamtprojekt abbildet. Die Ergebnisse des aktuell bearbeiteten Stage werden weiter in Ergebnisse für die Sprints (z.B. 2 Wochen lang) zerlegt. Das SRB stellt somit eine Landkarte des Projektes dar. Durch die Priorisierung wird das "Wichtige" stärker detailliert und auch zuerst bearbeitet.

Gliederung

User Stories sind eine bewährte Vorgehensweise bei der agilen Entwicklung, die aber ihre Grenzen im embedded und deeply embedded Bereich erreicht, vor allem, wenn auch elektronische bzw. mechatronische Komponenten mit entwickelt werden.

Eine bessere Alternative stellt die Formulierung der Ziele in messbaren Ergebnissen dar, da diese auch im embedded und deeply embedded Bereich sinnvoll angewendet werden können.
Auch Ergebnisse lassen sich hierarchisch zerlegen, von Projektergebnissen zu Ergebnissen für Stages (n Stages bilden ein Projekt) hin zu Ergebnissen für Sprints (n Sprints bilden eine Stage). Die Ergebnisse sind auf allen Ebenen priorisiert und nehmen im Detaillierungsgrad zu. Damit wird der agile Grundsatz, sich auf das Wichtige und Wert erzeugende zu konzentrieren, abgebildet.
Für jedes Ergebnis eines Sprints werden als Definition of Done Abnahmekriterien definiert, da eine generische Definition im embedded Bereich selten möglich ist.

Nutzen und Besonderheiten

Die Teilnehmer lernen eine Methode kennen, mit der Projekte im embedded und deeply embedded Bereich agil durchgeführt werden können. Durch den Ersatz der User Stories durch messbare Vorgaben, formuliert als "Ergebnisse mit Akzeptanzkriterien", lässt sich dieser Ansatz nicht nur für die Entwicklung von Software/Firmware, sondern auch für elektronische, mechatronische und mechanische Komponenten einsetzen.

Über den Referenten

Günter Watzlawik studierte Elektrotechnik an der TU München. Er war viele Jahre sowohl in Konzernen als auch im Mittelstand als Entwicklungsleiter tätig. Fachliche Schwerpunkte sind Systeme der Automatisierungstechnik, von serverbasierter Software über die Controller-Ebene zur Aktor-/Sensorebene, auch für sicherheitskritische Anwendungen. Er ist zertifizierter agilean Coach und SAFe 4 Certified Program Consultant. Er berät Firmen bei der Einführung agiler Methoden, auch bei embedded Systems.