Call for Papers

Prozesse im Unternehmen: Fluch oder Segen? ( Vortrag )

Effizienzturbo oder Groschengrab?

Referent: Andreas Osterhold, HELLA GmbH & Co. KGaA
Vortragsreihe: Software Engineering Management II
Zeit: 04.12.18 14:45-15:25

Zielgruppe

keine spezielle Zielgruppe

Themenbereiche

Software Engineering Management

Schwerpunkt

Prozess

Voraussetzungen

Keine

Kurzfassung

In vielen Unternehmen bilden Prozesse das Rückgrat für die Tätigkeit der Mitarbeiter. Prozess-Designer sollen diese Prozesse „formen und gestalten“ (siehe „wikipedia“). Das ist aber bei der steigenden Komplexität keine triviale Aufgabe. Am Beispiel der Software-Produktentwicklung im Bereich Automotive sollen existierende Probleme aufgezeigt werden. Die Aufgabe ist, verschiedenste Anforderungen unter einen Hut zu bringen – beispielsweise das V-Modell und Standards wie ISO26262, ASPICE 3.0 und IATF 16949. Hinzu kommt, dass sich im Prozess auch noch das „Company flavour“ wiederfinden soll. Dem gegenüber stehen die (Human) Resources, die für die Erstellung der Prozesse erforderlich sind mit den entstehenden Kosten und die diesem Aufwand zum Teil entgegenstehende Akzeptanz und Umsetzung durch die Mitarbeiter. Das wirft letztendlich die Frage auf, ob das Prozessdesign eher ein Fluch oder ein Segen für Unternehmen ist.

Gliederung

Zeigen des V-Modells als Startpunkt
Einkreisen des gewählten Ausschnitts
Darstellung der Anforderungen an den Prozess (Metadaten)
Darstellung der inhaltlichen Anforderungen an den Prozess
Aufzeigen des Konfliktpotentials
Grobe Schätzung des Aufwandes
Stellen der zentralen Frage: Fluch oder Segen?

Nutzen und Besonderheiten

Obwohl Prozesse das Rückgrat der täglichen Arbeit in allen größeren Unternehmen bilden, spielen sie sowohl in der Darstellung als auch in der Wahrnehmung oft nur eine untergeordnete Rolle. So gab es beim ESE-Kongress 2017 zwar Vorträge zu allen möglichen Themen vom Requirements Engineering bis zum Testing, aber zum Thema Prozesse gab es keinen einzigen Vortrag. Zum einen wird das der Relevanz dieses Themas nicht gerecht; zum anderen zeigt der Vortrag, dass es notwendig ist, über dieses Thema zu sprechen, denn es birgt viel Potential. Es mag zwar für technik-affine Zuhörer nicht so spannend sein wie zum Beispiel das Thema IoT, aber ohne effiziente Prozesse kommt man auch dort nicht weiter.

Über den Referenten

Dipl.-Inf. Andreas Osterhold ist nach seinem Studium seit über 25 Jahren in der Software-Entwicklung tätig. Seit 6 Jahren ist er bei der HELLA GmbH & Co. KGaA im Bereich "Prozesse, Methoden und Tools" unter anderem als Prozess-Designer für den Software Construction Process tätig. Daneben ist Herr Osterhold seit 10 Jahren Lehrbeauftragter der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo für verschiedene Fächer (u.a. Datenbanken, Programmiersprachen) im Bereich Informatik.