Call for Papers

Software-Safety-Konzept - so könnte es klappen ( Vortrag )

Welche Analysen sind sinnvoll? Eine Fallstudie

Referent: Dr. Thomas Liedtke, Kugler Maag Cie GmbH
Vortragsreihe: Safety I
Zeit: 06.12.18 09:45-10:25
Co-Referenten: Dr. Thomas Liedtke hatte die Rolle des Functional Safety Managers im Projekt inne und war verantwortlich für die Erstellung und Durchführung des SW Safety Konzepts und der Analysen. Christian Bayer ist der Projektleiter des Projekts und für die Planung im Projekt verantwortlich Prozesse und Vorgehen wurden gemeinsam definiert und organisiert

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Analyse & Design, Software Engineering Management, Mensch & Team, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Der Vortrag vermittelt anhand einer Fallstudie, wie in einem ASIL-B(D)-Projekt das Vertrauen und die Zuverlässigket mittels eines Software-Safety-Konzepts erhöht werden konnte. Die Präsentation zeigt auf, wie bekannte Ziele eines funktionalen und technischen Safety-Konzepts (s. ISO 26262) auf die Softwareentwicklung übertragen werden können. Außer der Evaluierung und Zuordnung von Safety-Anforderungen auf die Software-Architekturelemente wird die Auswahl der durchzuführenden Safety-Analysen beschrieben. Drei verschiedene Safety-Analysen wurden mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Zielen durchgeführt: eine FMEA auf SW-Safety-Anforderungsebene, eine HAZOP-Analyse auf Software-Architekturebene und eine FTA. Die organisatorische Durchführung, die Behandlung von Findings und benutzten Methoden sowie Erfolge und Lessons Learned werden beschrieben. Wie es dem Entwicklungsteam während den Analysen ging, wie Hindernisse bewältigt wurden und welche Erfahrungen gemacht wurden, wird dargestellt.

Gliederung

Den roten Faden bilden die drei Safety-Analysen, die mit viel Aufwand und Energie unterschiedliche Ziele zur Evaluierung der Software-Safety-Anforderungen und Tauglichkeit einer sicheren SW-Safety-Architektur nachgewiesen haben.

* Motivation, Aufgabenstellung in einem ASIL-B(D) Projekt
* Wie kommt man zu den Zielen eines SW Safety Konzepts?
* Welche Safety Analysen können das zu erstellende Software Safety Konzept bestätigen/ Lücken aufdecken?
* Beschreibung der Planung und Durchführung der Safety Analysen
* Ziele der einzelnen Safety Analysen, welche wurden erfüllt?
* Welche Erfahrungen wurden Team gemacht?
* Welche Findings gab es?
* Lessons learned der durchgeführten Safety Analysen
* Zusammenfassung

Nutzen und Besonderheiten

Der Vortrag hat zum Ziel, beispielhaft anhand einer Fallstudie aufzuzeigen, wie man ein Software-Safety-Konzept erstellen kann und welche Safety-Analysen dieses unterstützen können. In der ISO 26262 ist ein funktionales und technisches Sicherheitskonzept beschrieben, auf Softwareebene wird nichts derartiges gefordert. Die Teilnehmer erfahren, wie man ein sinnvolles Software-Safety-Konzept definieren und planen kann. Die Teilnehmer erfahren, welche Schwierigkeiten bei der Durchführung einer Safety-Analyse auftreten können und wie man ihnen begegnen kann. Welche Findings sind zu erwarten, welche Auswirkungen können sie im Projekt haben, wie geht man mit ihnen um?

Über den Referenten

Dr. rer. nat. Thomas Liedtke (geb. 1966) ist Principal bei der Kugler Maag CIE GmbH. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Projektmanagement, Safety, Security und Privacy, theoretisch, praktisch und in der Lehre. Er ist SCRUM Master, IT-SiBe, bDSB, Mitglied bei der ZVEI Automotive Cybersecurity, DIN AK VDA Cybersecurity und leitet die GI-AG Privacy-by-Design.