Call for Papers

Functional Safety Software Engineering ( Vortrag )

Das Problem ist nicht FuSi, sondern ein Defizit in Prozess & Qualität

Referent: Dr. Joachim Schlosser, Elektrobit Automotive GmbH
Vortragsreihe: Safety II
Zeit: 06.12.18 15:35-16:15

Zielgruppe

Management

Themenbereiche

Test & Qualitätssicherung, Management sonstige Themen, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Auch zehn Jahre nach der Verabschiedung von ISO 26262 wird Entwickeln unter dem Aspekt Funktionaler Sicherheit als sehr aufwändig wahrgenommen. Entwicklungsabteilungen beklagen sich darüber, dass Functional Safety spätestens bei in ASIL-C eingestuften Anwendungen nicht nur viel Zusatzdokumentation verlangt, sondern auch viele neue Anforderungen an den Entwicklungsprozess stellt. Bezogen auf die Vorgehensweise der Softwareentwicklung jedoch ist das Klagen in großen Teilen Quatsch. Bis auf einige Artefakte und wenige Anforderungen steht in der ISO 26262 nichts neues drin. Softwarequalität ist für Funktionale Sicherheit notwendig, nicht jedoch hinreichend. Gleichzeitig ist gute Softwarequalität auch ohne Anforderungen der Funktionalen Sicherheit notwendig, letztere macht lediglich Defizite in ersterer offensichtlich.

Gliederung

Natürlich hat der ASIL (Automotive Safety Integrity Level) einen großen Einfluss auf den Systementwurf, speziell die Architektur. Redundanzen können notwendig werden, und die Auswahl von Hardwarekomponenten und Softwarearchitektur beeinflussen sich gegenseitig.

Bei Firmen die nach Funktionaler Sicherheit entwickeln wollen gibt es erfahrungsgemäß das Problem, dass tatsächlich eingehalten und gelebt werden muss, was man sich im Qualitätsmanagement nach SPICE Level 2 oder 3 ausgedacht hat. Zusätzliche Maßnahmen in Teil 6 der ISO?26262 sind zwar notwendig, meist aber nicht das größte Problem.

Nutzen und Besonderheiten

In diesem Vortrag pflücken wir auseinander, was tatsächlich spezifische Software-/System-Prozesserfordernisse durch Funktionale Sicherheit sind, und was eigentlich durch normale Software-Qualitätsprozesse sowieso schon da sein sollte.

Über den Referenten

Dr. Joachim Schlosser führt bei Elektrobit Automotive in München Informatiker und Ingenieure, die Automobilhersteller und Zulieferer zu Agilen Entwicklungsmethoden, Funktionaler Sicherheit und Softwarearchitektur beraten. Nach seiner Promotion in Informatik an der TU München war er über 10 Jahre für MathWorks, dem Hersteller von MATLAB & Simulink tätig. Er bloggt auf www.schlosser.info.