Call for Papers

Sind Ihre Testfälle gut genug? ( Vortrag )

Die Bedeutung der Testfallgüte für die Fehlerfindung

Referent: Frank Büchner, Hitex GmbH
Vortragsreihe: Test & Qualität 1
Zeit: 06.12.18 09:45-10:25

Zielgruppe

Tester

Themenbereiche

Test & Qualitätssicherung

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Dieser Beitrag zeigt anhand von mehreren einfachen Beispielen, wie ein „gutaussehender“ Satz von Testfällen, der zudem 100% Code-Coverage erreicht, beim Software-Unit-Test Defekte in der Software übersieht. Aber wie kommt man zu „guten“ Testfällen? Neben den Anforderungen müssen Grenzwerte, größte/kleinste Werte, unzulässige und außergewöhnliche Werte verwendet werden, verdeutlicht durch je ein Beispiel. Welche Grenzwerte welche Programmdefekte finden wird genauer untersucht. Ein Blick in ISO 26262 gleicht die vorgestellten Methoden mit den dort erwähnten Methoden ab. Empfohlen wird die Klassifikationsbaummethode zur Visualisierung der Testideen. Außerdem wird noch „Testfälle aus dem Quellcode ableiten“ und „Testdaten zufallsbasiert erzeugen“ diskutiert. Laut einer Studie der Universität Sheffield aus 2015 bringt es keinen Vorteil, Testfälle aus dem Quellcode abzuleiten. Abschließend wird Mutationstest („Fehlereinpflanzung“ in IEC 61508) zur Ermittlung der Testfallgüte vorgestellt.

Gliederung

1. Motivation / einführendes Beispiel
2. Methoden aus Standards, um Testdaten zu erlangen
3. Methoden aus Standards, um Testfälle zu erlangen
4. Alternative Methoden, um Testfälle zu erlangen
5. Mutationstest zur Bestimmung der Testfallgüte
6. Schlussfolgerung

Nutzen und Besonderheiten

Die Teilnehmer erfahren, dass es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität der Testfälle ankommt. Sie lernen Techniken zur Erlangung von qualitativ guten Testfällen kennen und sehen, dass solche Techniken auch von Standards gefordert werden. Eine Darstellungsform von Testfällen, durch die man erkennen kann, ob solche Techniken zu Einsatz kamen oder nicht, wird den Teilnehmern vorgestellt. Andere Methoden zur Testfallerstellung werden diskutiert, und die Anwender erfahren die Vor- und Nachteile und sinnvolle Einsatzszenarien. Das Wichtigste, was die Teilnehmer aus dem Vortrag mitnehmen werden, ist eine einfache Methode zur Bestimmung der Testfallgüte, die in der Praxis unzureichende Testfälle aufdecken kann.

Über den Referenten

Frank Büchner besitzt ein Diplom in Informatik von der Technischen Hochschule Karlsruhe, heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit mehreren Jahren widmet er sich dem Thema Testen und Software-Qualität. Seine Kenntnisse vermittelt er regelmäßig durch Vorträge und Fachartikel. Momentan arbeitet er als „Principal Engineer Software Quality“ bei der Fa. Hitex GmbH in Karlsruhe.