Call for Papers

Automotive Software: Vertikalisierung versus Horizontalisierung? ( Vortrag )

Die R(E)volution der Automotive SW schreitet voran

Referent: Dr. Detlef Zerfowski, ETAS GmbH
Vortragsreihe: Automotive I
Zeit: 06.12.18 08:50-09:35
Co-Referenten: ----

Zielgruppe

Management

Themenbereiche

Analyse & Design, Management sonstige Themen, Sichere Software

Schwerpunkt

Technologie

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Der dramatische Anstieg der SW-Anteile im Automobil und dem resultierendem Anstieg der SW-Komplexität erfordert eine stärkere Modularisierung der SW-Entwicklung. Die in den vergangenen Jahrzehnten etablierte, vertikal in Produktsegmenten orientierte uController-basierten SW-Entwicklung, erfährt durch den Übergang zu uProzessor-basierten Fahrzeugrechnern, eine zunehmende Horizontalisierung von Teilfunktionen. Insbesondere anwendungsunabhängige (horizontale) Funktionalitäten separieren sich architektonisch von anwendungspezifischen (vertikalen) Funktionalitäten. Im uC-Umfeld gibt es hierzu die AUTOSAR-Standardisierung. Für die uP-basierten Fahrzeugrechner sind deutlich jedoch weitergehende Lösungen notwendig. Neben AUTOSAR Adaptive werden horizontale Lösungen für Virtualisierung, Security, Update over the air, etc. zwingend notwendig, die in dem Vortrag vorgestellt werden. Der Vortrag ist als Fortsetzung der 2017 Präsentation "R(E)volution der Automotive SW Architekturen" zu sehen.

Gliederung

* Anknüpfung an Vorjahresvortrag "R(E)volution der Automotive SW Architekturen".
* Darstellung der Änderungen in der SW-Entwicklung beim Übergang von uC- zu uP-basierter Entwicklung.
* Gegenüberstellung vertikaler und horizontaler Funktionalitäten im Fahrzeug.
* Konkrete Beispiele für horizontale Funktionen, wie Virtualisierung, Security, Update over the air am Beispiel einer Basis SW für uProzessor-basierte Fahrzeugrechner.
* Spannungsfeld und Herausforderungen zwischen Entwicklung der horizontalen und vertikalen Anteile.
* Einblick in die Architektur und Realisierung horizontaler Funktionen und deren flexible Anwendung über Produktgrenzen hinweg. Dies geschieht anhand von Beispielen aus dem Vehicle Run Time Environment, sowie der Security-Domäne.
* Schlussausage: Nicht "horizontal versus vertikal", sondern nur "horizontal und vertikal" liefert zukünftig innovative Lösungen.

Nutzen und Besonderheiten

Der Vortrag hat zum Ziel die Zuhörer davon zu überzeugen, dass die Einführung uProzessor-basierter Fahrzeugrechner - andere Entwicklungsmethodiken, - neue Zusammenarbeitsmodelle und - andere Aufteilungen von Verantwortlichkeiten erfordern als in der bisherigen Automotive-Feld. Die konkreten Beispiele haben, neben den Herausforderungen, einen besonderen Fokus auf die Chancen dieser neuen Klasse von Software. Die Präsentation stellt insbesondere dar, wie die ansteigenden SW-Komplexität im Fahrzeug über Produktgrenzen und lange Lebenszyklen hinweg, im Griff gehalten werden kann. Dabei wird sowohl auf Architekturinhalte, also auch auf organisatorische Schnittstellen zwischen SW entwickelnden Bereichen eingegangen.

Über den Referenten

20 Jahre Erfahrung in der Automotive SW-Entwicklung in unterschiedlichen Domänen.