Call for Papers

Sicher unterwegs in einer manipulierten Umwelt ( Vortrag )

Eine Frage der Safety oder Security - oder von beidem?

Referent: Dipl.-Phys. Stefan Kriso, Robert Bosch GmbH
Vortragsreihe: Automotive I
Zeit: 06.12.18 09:45-10:25
Co-Referenten: Co-Autoren: Jürgen Klarmann, Franziska Wiemer, Claudia Loderhose, Simon Burton, Carsten Gebauer, Markus Ihle (alle Bosch)

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Anforderungen definieren und verfolgen, Analyse & Design, Software Engineering Management, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Keine

Kurzfassung

Für ein sicheres automatisiertes Bewegen im Straßenverkehr ist eine Umwelterfassung durch die Fahrzeugsensorik notwendig. Eine bestimmte Klasse von Gefährdungen ist heute nicht ausreichend adressiert, die "environmental hacks" i.S.v. Umweltmanipulationen - z.B. soll ein Stoppschild sicher erkannt werden. Eine relativ geringe, vom menschlichen Auge nicht unbedingt als solche erkennbare Manipulation eines Verkehrszeichens kann eine Fehlklassifikation zur Folge haben, welche wiederum eine Gefährdung von Personen nach sich ziehen kann. Daher muss das System robust gegen solche Manipulationen sein. Ähnliche Effekte können aber auch durch Verschmutzung des Verkehrszeichens auftreten. Daher muss man dies auch bei der Safety-Betrachtung der Nominalfunktion berücksichtigen. Die Frage ist, wie man das Thema "environmental hacks" behandelt, da es sowohl Security (Manipulation) als auch Safety (Auswirkung) betrifft. Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen, wie diese Frage beantwortet werden kann.

Gliederung

- Motivation und Beispiele
- Relevanz von "environmental hacks" für die Safety
- "Environmental hacks": Safety oder Security?
- Ansatz für den Entwicklungsprozess
- Beispielhafte Umsetzung
- Zusammenfassung

Nutzen und Besonderheiten

In diesem Vortrag wird das neuartige Thema "environmental hacks" i.S.v. Umweltmanipulationen im Kontext des automatisierten Fahrens adressiert. Wir zeigen an Hand von Beispielen die Relevanz des Themas auf, erläutern die Lücken in den bisherigen Vorgehensweisen und schlagen einen ersten prozessualen Ansatz zur Umsetzung vor. Dieser wird an Hand der Beispiele nochmals reflektiert. Die Teilnehmer werden für dieses relativ neue Thema sensibilisiert und erhalten Hinweise, wie es effizient umgesetzt werden kann.

Über den Referenten

- Leiter Bosch Center of Competence "Functional Safety" - Mitglied in diversen Arbeitskreisen und Standardisierungsgremien zur ISO 26262 - Mitglied im VDI-Arbeitskreis "Safety & Security" - Vorsitzender ZVEI-Arbeitskreis "Functionale Sicherheit ISO 26262" - Mitglied in den Programmausschüssen der wichtigsten internationalen Safety-Konferenzen (z.B. Safetronic, Safetech, Automotive-SYS, ISO26262-Jahrestagung) - Dozent für Physik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Stuttgart)