Call for Papers

Nachserienversorgungsstrategien für Software Updates ( Vortrag )

Updatefähigkeit von irreversibel geschützten Applikationen

Referent: Nils Böcher, Robert Bosch GmbH
Vortragsreihe: Automotive 2
Zeit: 06.12.18 17:35-18:15

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Wartung, Pflege, Support, Software Engineering Management, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Komplexitätssteigerungen in der Software haben für die Zuverlässigkeit und Beherrschbarkeit von Prozessen über den Produktlebenszyklus einen starken Einfluss. Durch das irreversible Ablegen des öffentlichen kryptografischen Schlüssels in das Produkt kann nur noch eine Software von derselben Signierungsquelle betrieben werden. Deren einhergehenden Folgen sind bisher für Nachserienversorgungsstrategien noch nicht vollständig abzusehen. Der Kernaspekt liegt darin, eine Methodik einzuführen, um eine Separation der Ziel-Applikation zum jeweiligen Steuergerät herzustellen. Die Methodik der Separation soll auf dem Stand der Technik und der Wissenschaft aufsetzen und diese gleichwertig umsetzen. Das Design soll neben der Gestaltung und Fertigung ressourceneffizienter Produkte deren Rückführung in den Markt fördern. Eine Herausforderung besteht darin, durch Designanpassungen, im Sinne der Kreislaufwirtschaft, Mehrwert für die beteiligten Akteure zu generieren.

Gliederung

Anknüpfend an die Einleitung wird zunächst der Automotive Aftermarket thematisiert. Hier wird eine Sensibilisierung für die Langlebigkeit der Produkte im automobilen Umfeld geschaffen.
Der zweite Abschnitt stellt den Kern der Präsentation dar. Es wird zunächst die Problematik der Verwendung einer Signierungsquelle für sämtliche Software-Instanzen (Bootloader, Pre-OS, Zielapplikation) dargestellt. Im weiteren Verlauf wird die Notwendigkeit erläutert, warum eine Zielapplikation mit neuer Signierungsquelle innerhalb des Produktes über seinen Lebenszyklus ersetzbar sein sollte. Es wird ein Beitrag gezeigt, der die Zielapplikation vom Produkt anhand der Signierungsquelle trennt.
Der dritte Bereich stellt einen Ausblick über künftige Softwareentstehungsprozesse und Servicedienstleistungen im Feld vor. Konkret werden Beispiele für fertigungstechnische Aspekte, Wartungsstrategien wie das Handling der Signierungsquellen erläutert.

Nutzen und Besonderheiten

Die Besonderheit dieses Vortrags ist die Betrachtungsweise aus Sicht der Nachserienlieferverpflichtung. Hierbei sollen Herausforderungen in der Nachserienversorgung basierend auf langjährige Erfahrungen und Bedürfnisse vorgestellt werden. Entwicklungsschwerpunkte für den gesamten Lebenszyklus, wie z.B. das Design for Repair spielen im Produktentstehungsprozess in der Regel eine untergeordnete Rolle. Dabei sind dies wichtige Faktoren für die Lebensdauer des Produktes. Hierbei werden Themen wie die Updatefähigkeit und Re-Use Aspekte betrachtet.

Über den Referenten

Seit 2011 Entwicklungsingenieur in der Robert Bosch GmbH: Engineering for Remanufacturing, Entwicklung von Prüf- und Diagnosetechnik und Eingliederung von Wiederaufbereitungsprozessen und Umflashmaßnahmen, Prüfplanung und Testequipment, sowie Qualitätsmanagement in der Prüfplanung. Zudem Technische Projektleitung bei Wiederaufbereitungsprozessen für Steuergeräte. Seit 2017 Industriepromotion: Update Fähigkeit von Applikationen und hardwarebezogene Softwaremodule im Fahrzeug und von Lagerware.